News & Events / Press Releases

May 9, 2012
Press release of Baliopharm AG

Baliopharm signs licensing agreement for the development of a bispecific antibody indicated for the treatment of cancer and inflammatory diseases


Basel/Tùˆbingen. Baliopharma AG, which was founded as a spin-off of Celonic AG (>Celonic) last year and ApoGbR today announced the signing of a world-wide, exclusive licensing agreement for a prototypic bi-specific therapeutic antibody which has been developed by Prof. Gundram Jung, a pioneer in the area of bi-specific antibodies, at the Institute of immunology of the University Tùˆbingen. According to this agreement, Baliopharm obtains the world wide, exclusive rights on the bi-specific antibody called “Novotarg”, which is developed for the treatment of specific lymphomas but also for B-cell mediated inflammatory diseases. Novotarg binds highly selective to CD20 positive normal, activated or malignant B-cells which then will be destroyed by agonistic binding to a death receptor leading to selective elimination of these cells. Due to this bi-specific design both better safety and increased efficacy is reached, as shown in preclinical experiments.

“We are very pleased that by in-licensing of Novotarg we can add a further drug candidate to our pipeline. All available data give evidence that this antibody is a further highly innovative drug, which we primarily want to develop for the treatment of multiple sclerosis”, says CEO Dr. Andreas Herrmann. „Furthermore, the structure of this bi-specific antibody is highly innovative, very stable and easy to produce. That will help us to overcome the main hurdles usually associated with the production of bi-specific antibodies and we hope to enter the clinical development phase within the next 2 years.”
“We highly appreciate that with Baliopharm we have found a company with international experience in the development of drugs”, says Prof. Dr. Gundram Jung. “I am sure that the further development of Novotarg is in safe keeping there”.

About Baliopharm AG
Baliopharm was founded in 2011 as a spin-off of Celonic AG, an internationally operating service provider in the area of contract development and manufacturing of biopharmaceuticals operating since 1998. Celonic AG has also successfully developed their own therapeutic proteins targeting immune-mediated diseases, which are now developed further by Baliopharm. The lead product “ATROSAB”, a second generation TNF-antagonist with better safety and efficacy indicated for the treatment of rheumatoid arthritis, Crohn`s disease and multiple sclerosis will enter clinical development already in the second quarter of 2012.

Contact:

Baliopharm AG, Dr. Andreas Herrmann, phone: +41-(0)61/2053911, fax: +41-(0)61/2053919
andreas.herrmann@baliopharm.com
www.baliopharm.com


13.03.2012
Pressemitteilung der Baliopharm GmbH

Baliopharm erfolgreich bei der Forschungsförderung des Bundes

BMBF-Staatssekretär Thomas Rachel überreicht Bewilligungsbescheid über 1.3 Mio  Euro

Jülich. Die letztes Jahr gegründete Baliopharm GmbH, wird künftig für ihre Arbeiten zur präklinischen und klinischen Entwicklung eines neuen Wirkstoffs zur Behandlung von Entzündungserkrankungen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (>BMBF) gefördert. Diese gute Nachricht überbrachte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Im Rahmen der geförderten Studien wird Baliopharm den Wirkstoff ATROSAB zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickeln und eine erste klinische Studie durchführen.

Anlässlich der Überreichung des Bewilligungsbescheids besuchte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Dürener Bundestagsabgeordnete die Räumlichkeiten der Biotechnologie-Firma. „Ich gratuliere der Baliopharm zu diesen wichtigem Meilenstein und freue mich über den Erfolg dieses jungen und dynamischen Unternehmens. Hier kann man sehen, wie der Weg aus der Forschung in die Anwendung gelingt.“

Baliopharm wurde als Teil der seit 1998 agierenden Celonic Gruppe (>Celonic), einem international operierendem Unternehmen zur Entwicklung und Produktion von biopharmazeutischen Wirkstoffen, im letzten Jahr  ausgegründet und setzt somit die erfolgreichen Arbeiten zur Entwicklung der eigenen Wirkstoffpipeline fort. Basierend auf Tierstudien in denen nachgewiesen werden konnte, dass der neue bei Baliopharm in der Entwicklung befindliche Wirkstoff ATROSAB nicht nur eine verbesserte Wirksamkeit gegenüber den auf dem Marktbefindlichen Therapeutika, sondern auch eine erhöhte Sicherheit in der Behandlung aufweist, folgt nun die präklinische und klinische Entwicklung mit Hilfe der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. ATROSAB ist ein innovativer vielversprechender Wirkstoff, der primär zu Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der rheumatoiden Arthritis und Morbus Crohn eingesetzt werden soll. In Proof of Concept Studien konnte allerdings auch schon die Wirksamkeit zur Therapie der multiplen Sklerose gezeigt werden, weshalb im weiteren Verlauf der Entwicklung weiterführende klinische Studien für beide Indikationen geplant sind.

„Wir wollen durch unsere Biotechnologieprogramme diese Forschung als ein wichtiges Zukunftsfeld für Deutschland und zugleich den hier besonders erfolgreichen Mittelstand stärken. Mit Baliopharm können wir so auch ein Unternehmen aus dem Kreis Düren bei seiner Forschung zum Wohle für die Menschen unterstützen“, erklärte Thomas Rachel.

„Wir sind sehr froh, dass uns das Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Entwicklung dieses aussichtsreichen Wirkstoffes unterstützt. Das Projekt, das wir gemeinsam mit dem Institut für Immunologie der Universität Stuttgart beantragt haben, ermöglicht uns, den Wirkstoff aus eigener Kraft in die klinische Forschung zu bringen, und somit unserem Unternehmen eine hervorragende Ausgangsposition für weiteres Wachstum durch die Verwertung der Ergebnisse zu ermöglichen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Andreas Herrmann.

Kontakt:

Baliopharm AG, Dr. Andreas Herrmann, phone: +41-(0)61/2053911, fax: +41-(0)61/2053919
andreas.herrmann@baliopharm.com
www.baliopharm.com


November 2011
transkript

Andreas Herrmann: Der Prinzipiell-Spontane
„Auch wenn es mittlerweile eine gereifte Branche ist“, sagt Andreas Herrmann und produziert sein glucksendes Lachen. „In der Biotechnologie sollte man flexibel sein.“ Wir sprechen gerade darüber, wie zum Teufel es ihm möglich war, als dreifacher Gründer, doppelter Geschäftsführer und Vater eines dreieinhalbjährigen Sohnes, wie es ihm also trotz all dieser Vereinnahmungen möglich war, innerhalb von zwei Tagen einen Gesprächstermin für diese Rubrik freizuräumen. Das ist Rekord, es gibt Kollegen, deren Assistentinnen vertrösten einen auf einen 45-Minuten-Slot in zweieinhalb Monaten.

Herrmann sagt jetzt einen kurzen Satz, dessen Kern man zunächst überhört. „Prinzipiell bin ich spontan.“ Auf den ersten Blick hat Herrmann wie alle Veteranen der Biotechnologie nur überlebt, weil er immer mehrere Perspektiven gleichzeitig einnahm.

Als Chemiestudent mit der Fachrichtung Biochemie machte er von Beginn an alles richtig und fing in einem der Hohetempel der deutschen biotechnologischen Forschung an, bei Wilhelm Stoffel in Köln. Hier ging es auch schon los mit der Gleichzeitigkeit. Neben seiner Promotion leitete Herrmann das Analytiklabor des Instituts. 1995 wechselte er nach Düsseldorf, um sich zu habilitieren. Er gründete dort erstmal eine Arbeitsgruppe zur vaskulären Gentherapie. Und bekam bald ein Problem. „Unsere Ergebnisse waren so schnell so gut, dass wir dachten, wir müssen das unbedingt patentieren.“ 1996 dann die erste Gründung, Cardiogene. Die Patente verdrängten die Veröffentlichungen. Noch eineinhalb Jahre war Herrmann gleichzeitig Grundlagenforscher und Unternehmer, dann entschied er sich für die Wirtschaft. „Weil man da viel schneller etwas bewegen kann.“ Unter ihrem CSO Herrmann bewegte sich bei Cardiogene tatsächlich einiges.

Im Jahr 2000 führt die Firma die erste klinische Studie für eine Gentherapie im Herz/Kreislauf-Bereich in Europa durch. Geld gab es im Überfluss. Insgesamt 61,5 Mio. Euro wurden an VC-Kapital eingesammelt. „Damals musste man gegenüber den Investoren nur Bio erwähnen und es hieß: Wie viel wollen Sie?“ Als der Börsengang 2001 scheitert, wurde das Lead-Produkt auslizenziert. Roche zahlt 2003 immerhin 90 Mio. Euro dafür – „Bio-Dollars“, wie Herrmann heute sagt, der das Geschäft abwickelte. Heute zweifelt er. „Das VC-Modell mit all dem Geld, das da verbrannt wird“, denkt er sich, „das kann doch nicht das einzig Wahre sein. Es muss auch möglich sein, vom Umsatz zu leben“. Der Biochemiker schaltet wieder in den Gleichzeitigkeits-Modus. Noch während er als Wissenschaftsvorstand von Cardiogene den Roche-Deal miteinfädelt, steigt er Ende 2002 bei einem Drei-Mann-Unternehmen ein, dessen Name ebenso unhandlich ist wie das Defizit gewaltig: die Papaspyrou Biotechnologie GmbH. Die zweite „Gründung“ im Leben des Unternehmers Herrmann.

„Ich hab sie einfach gedreht und nachhaltig aufgebaut“. Das bald in Celonic umbenannte Unternehmen hat nach drei Jahren 20 Mitarbeiter und ist mit der GMP-Auftragsherstellung profitabel. Heute sind es insgesamt 80 Mitarbeiter an zwei Standorten, Jülich und Basel. Er habe am Anfang viel unruhiger geschlafen, sagt Herrmann. Denn plötzlich sei es sein eigenes Geld gewesen, das auf dem Spiel stand. „Ich habe mit einer Million gebürgt, die ich natürlich nicht flüssig hatte.“ Der Schlaf ist heute wieder ruhiger. Zu ruhig vielleicht, denn jetzt will es der 48-Jährige noch einmal wissen. Vor kurzem hat er den Dienstleistungssektor der Celonic „für einen guten zweistelligen Millionenbetrag“ verkauft. Er fängt wieder dort an, wo er vor neun Jahren gestartet ist. Bei einem Drei-Mann-Unternehmen. Die von Herrmann und einem Partner vor kurzem gegründete Baliopharm AG hat die komplette Wirkstoffpipeline der Celonic übernommen. Anfang 2013 soll eine klinische Studie mit Atrosab starten, einem verbesserten TNF-Inhibitor. Seit Celonic zum ersten Mal profitabel war, hat Herrmann die Gewinne in die Erforschung von eigenen Wirkstoffen gesteckt. Und schon wieder: „Prinzipiell bin ich spontan.“ Die Betonung liegt auf dem Prinzip. Von Anfang an ging es dem Studenten Herrmann darum, ein Medikament in die Anwendung zu bringen. Ob Cardiogene oder Celonic – sie waren nur der Vektor zu Herrmanns Ziel. Auf Anfang ist Andreas Herrmann mit Baliopharm also eigentlich nicht, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Herrmann ist fast am Ziel. „Ich will das jetzt fliegen sehen.“

Dr. Andreas Herrmann ist Vorstand der Celonic AG. 1994 schloss er seine Promotion in Biochemie im Bereich ZNS in Köln ab. Bereits während der Promotion und im Anschluss daran leitete er das proteinanalytische Labor des Zentrums für Molekulare Medizin in Köln, bevor er als wissenschaftlicher Assistent in Düsseldorf eine Arbeitsgruppe zur vaskulären Gentherapie gründete. Basierend auf diesen Arbeiten und Patenten wurde 1996 die Firma Cardiogene, später Cardion, mit dem Ziel gegründet, gentherapeutische und immunologische Produkte zu entwickeln. In diesem Jahr verkaufte er den Betrieb an die Rettenmaier-Gruppe – mit dem Erlös sollen Celonics Wirkstoffe weiterentwickelt werden.

Sie können diesen Artikel auch auf der transkript-Website (>transkript) lesen.

ATROSAB – Wirkstoff zur Behandlung von rheumatoider Arthritis